Covid-19 Antigentest

Bei einem Antigentest wird – im Unterschied zum PCR-Test – nicht das Erbgut aus dem Inneren, sondern ein spezifisches Eiweiß (Protein) an der Außenhülle des Virus sichtbar gemacht. Wird das spezifische Eiweiß im Test erkannt und sichtbar gemacht, dann ist das Ergebnis positiv (Covid-19 positiv), wird das spezifische Eiweiß nicht erkannt, dann ist der Test negativ (Covid-19 negativ).

Ein positives Ergebnis des Antigentests weist auf das Vorliegen einer Covid-19 Infektion hin.

Zum Nachweis des Virus-Antigen gibt es zwei Techniken, die sich in Ihrer Leistungsstärke (Nachweisgrenze) unterscheiden.

1. FIA Antigentest (Immunfluoreszenz-Methode)

Am Standard F200 Immunoassay: Bei dieser Methode in Laborqualität wird ein Testmedium verwendet, auf dem synthetische, mit fluoreszierenden Partikeln versehene Antikörper aufgebracht sind. Durch ein Fluoreszenzsignal in dem für diese Methode nötigen Analysegerät, wird bei Reaktionen mit dem Antigen des Virus eine Fluoreszenz auf dem Testträger sichtbar, deren Stärke im Gerät gemessen und ausgewertet wird. Das Ergebnis wird in Form eines Testwertes ausgedrückt. Dieser sogenannte COI-Wert (Cut-Off-Index) ist eine numerische Darstellung der Stärke des gemessenen Fluoreszenzsignals.

Ergebnis: semi-quantitativ (der Wert gibt an wie hoch die Viruslast der Probe ist, und ob das Ergebnis positiv oder negativ ausfällt).

Am Exdia TRF Immunoassay: Methode wie Standard F200 (s. o.). Ergebnis: qualitativ (keine Aussage über die Höhe der Viruslast, Ergebnis positiv oder negativ)

Durch die Fluoreszenz werden auch kleinste Spuren des Antigens sichtbar gemacht. Im Vergleich zum Kassetten-Schnelltest ist der FIA-Test ca. 8 x empfindlicher, jedoch unempfindlicher als die PCR-Messung.

Leistungsdaten und behördliche Zulassung

2. Kassetten-Schnelltest (Immunchromatographie-Methode)

Dieser Test ist weniger empfindlich als der FIA-Test, dafür aber unaufwändiger, da kein Analyzer eingesetzt wird.

Auf einem Testmedium wird das Virus-Antigen durch eine einfache Anfärbung, die sogenannte Immunchromatographie, nachgewiesen. Das Ergebnis ist rein qualitativ, also entweder positiv oder negativ, und macht keine Aussage über die Viruslast in der Probe.